Ausschreibung Jahresprogramm ELR 2019

12.07.2018

Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)
Ausschreibung des Jahresprogramms 2019

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat mit Bekanntmachung vom 25. Mai 2018 das Jahresprogramm 2019 ausgeschrieben.

Strukturförderung heißt Lebensqualität erhalten und verbessern. Mit dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) hat das Land Baden-Württemberg ein umfassendes Förderangebot für die strukturelle Entwicklung ländlich geprägter Dörfer und Gemeinden geschaffen. Gefördert werden Projekte, die lebendige Ortskerne erhalten, die zeitgemäßes Leben und Wohnen ermöglichen, die eine wohnortnahe Versorgung sichern sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen.

Dabei sind die aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern und die interkommunale Zusammenarbeit von besonderer Bedeutung. Beiträge zum Ressourcen- und Klimaschutz sind bei kommunalen Projekten Pflicht und führen bei privaten Projekten zu einem Fördervorrang. Projektträger und Zuwendungsempfangende können neben den Kommunen auch Vereine, Unternehmen und Privatpersonen in nachfolgenden Förderschwerpunkten sein:

Innenentwicklung / Wohnen Arbeiten
Dieser Förderschwerpunkt umfasst neben privaten Wohnbaumaßnahmen u.a. auch kommunale Projekte zur Verbesserung des Wohnumfeldes. Besonders im Fokus der Innenentwicklung stehen Projekte, die zur innerörtlichen Nachverdichtung beitragen, also vorrangig Umnutzungen leerstehender Gebäude, Aufstockungen von Gebäuden sowie die Bebauung langjähriger Baulücken im Ortskern.

Lokale Grundversorgung
Neben dem Förderschwerpunkt Innenentwicklung /Wohnen haben Projekte im Förderschwerpunkt Grundversorgung weiterhin hohe Priorität.
Grundversorgung ist die Deckung der Bedürfnisse der Bevölkerung mit Gütern oder Dienstleistungen des täglichen bis wöchentlichen sowie des unregelmäßigen aber unter Umständen dringlich vor Ort zu erbringenden oder lebensnotwendigen Bedarfs.
Vor allem Dorfläden, Metzgereien und Bäckereien sowie Dorfgasthäuser sind wichtige Einrichtungen zur Grundversorgung. Zur Grundversorgung können auch Ärzte, Physiotherapeuten, Handwerksbetriebe u.a. nach den genannten Bestimmungen zählen.

Förderzuschlage bei CO2-Speicherung
Mit dem ELR sollen zudem bioökonomiebasierte Bauweisen gefördert werden. Dazu zählt die Anwendung ressourcenschonender, CO2 bindender Baustoffe wie Holz. Zukünftig erhalten alle ELR-Projekte, die überwiegend nachwachsende Rohstoffe als Baustoff einsetzten, in der Regel dürfte das Holz sein, einen um 5%-Punkte erhöhten Fördersatz.

Im Förderschwerpunkt Arbeiten
sollen vorrangig Projekte unterstützt werden, die zur Entflechtung störender Gemengelagen im Ortskern beitragen, zum Beispiel die Verlagerung eines emissionsstarken Betriebs in das nahegelegene Gewerbegebiet. Die frei werdende innerörtliche Fläche kann dann anschließend einer nachbarschaftsverträglichen Nachnutzung zugeführt werden.
Die Förderung von Modernisierung und Umbau von Rathäusern und Kindergärten ist im Zusammenhang mit Anpassungsmaßnahmen und Restrukturierungen vor allem in strukturschwachen Ländlichen Räumen möglich. Ein Beispiel hierfür ist das Zusammenlegen von mehreren kommunalen Einrichtungen, um Synergien zu erzielen und die Folgekosten zu minimieren.

EFRE-Innovationsinfrastrukturen
Auf der Grundlage des EFRE-Programms Baden-Württemberg 2014-2020 „Innovation und Energiewende“ können im Maßnahmenbereich „Innovationsinfrastruktur“ die Errichtung und der Ausbau von regionalen Innovationsinfrastrukturen gefördert werden.

Für die Antragstellung notwendige Formulare sowie sämtliche weitergehende Informationen finden Sie auf der Homepage des Regierungspräsidiums Tübingen unter folgendem Link:
https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Land/ELR/Seiten/ELR-Antragstellung.aspx

Die Anträge auf Aufnahme in das Förderprogramm sind durch die Stadtverwaltung  spätestens bis zum 30. September 2018 je zweifach der zuständigen Rechtsaufsichtsbehörde und der Bearbeitungsstelle im Regierungspräsidium vorzulegen.

Interessierte private Investoren werden daher gebeten, bis spätestens Ende Juli 2018 mit der Stadtverwaltung Hettingen, Frau Bürgermeisterin Dagmar Kuster, Tel.: 07574/9310-0 oder per e-mail unter kuster@hettingen.de in Kontakt zu treten.

Grundstücke, die im Sanierungsgebiet „Stadtkern II“  in Hettingen liegen, sind nicht antragsberechtigt.